Coffee-Stop Waldhausen

Meist ist es ein Ärgernis, wenn am eigenen Grundstück eine neue Verkehrsader gebaut wird. Für die Kirchengemeinde Waldhausen erwies sich der Bau des Remstalradweges am Gemeindezentrum vorbei als große Chance. Im Rahmen der Remstalgartenschau schuf die Kirchengemeinde den „Coffee-Stop“ – eine Einkehr für Radler, Spaziergänger und Jogger bei Kaffee und Kuchen auf dem Gelände der Kirchengemeinde Waldhausen.

Ein Teil des Coffee-Stop-Teams: Pfarrer Lukas Golder mit Kirchengemeinderäten.

Wie kam es zur Idee des Coffee-Stops?

Die Remstalgartenschau ankündigte sich an, und der neue Remsradweg wurde direkt an unserem Gemeindezentrum entlanggebaut. Wir überlegten im Kirchengemeinderat, wie man aus dieser Veränderung Nutzen ziehen könne – und zwar für die Kirchengemeinde, die Ortsgemeinde, aber auch für die Besucher der Remstalgartenschau. So entstand die Idee des Coffee-Stops. Anfangs war geplant, den Coffee-Stop an jeweils einem Sonntag im Monat anzubieten. Aber schnell wurde uns klar, dass es mehr Sinn macht, jeden Sonntag zu öffnen, was wir auch taten. Dazu suchten wir „Wirte“, also Ehrenamtliche, die beim Auf- und Abbau und bei der Bewirtung mithelfen. Wir bekamen überraschend viele Zusagen – auch von Menschen, die bisher der Kirchengemeinde nicht so nahestanden.

 

Wie ging es dann weiter?

Wir benötigten Equipment, also nicht nur Biertischgarnituren, sondern auch Fahrradständer, Werbefahnen und Flyer über unsere Kirchengemeinde und natürlich Menschen, die mitanpacken und Gastfreundschaft leben.

 

Wie wurde der Coffee-Stop angenommen?

Sehr gut! Die Besucher hatten eine gute Mischung: Radler, manchmal sogar bis von Stuttgart, Wanderer aus den Nachbarorten und natürlich viele Menschen aus Waldhausen. Es entstand sogar eine Art Stammtisch.

 

Hat der Coffee-Stop die Kirchengemeinde verändert? Und wenn ja, wie?

Ja, auf alle Fälle! Der Coffee-Stop wurde ein neuer Gemeindetreffpunkt der Kirchengemeinde: Menschen aus der Seniorenarbeit waren ebenso präsent wie junge Familien. Das Schöne war, dass dieser Ort am Rand des Radwegs im Freien keine Hemmschwelle hatte und viele Menschen anzog. Nach außen hin wurde die Gemeinde positiv wahrgenommen. Und die Gemeindemitarbeiter erlebten gute Gespräche und gaben gerne Auskunft: über ihr Engagement, über ihre Kirchengemeinde, aber auch über ihren Glauben. Und außerdem wurde durch den Coffee-Stop der Mitarbeiterstamm vergrößert.