Gemeinde begegnet Gott - Weil im Schönbuch

Es gibt keine Erfolgsformel für eine innovative Kirchengemeinde. Innovationen kommen sowohl in großen als auch in kleinen Gemeinden vor. Allen innovativen Kirchengemeinden ist aber eines gemeinsam: sie sind stark. Sie sind deswegen stark, weil ihre Mitarbeiterschaft sich ihrer geistlichen Aufgabe bewusst ist und sie somit ein Gespür für die Fragen der Zukunft ihrer Gemeinde und eine gesunde Unruhe entwickelt. Die Kirchengemeinde Weil im Schönbuch ist eine solche Gemeinde wie ein Gespräch mit drei Mitarbeitern, Prof. Dr. Heiner Lasi, Gerhard Pross und Dr. Markus Till, zeigt.

Beschreiben Sie kurz die Evangelische Kirchengemeinde Weil im Schönbuch?
Gerhard Pross:
Die Kirchengemeinde ist traditionsbewusst und gleichzeitig offen für Veränderungen.

Markus Till: Traditionsbewusst, weil sie die Botschaft von Jesus Christus weitergibt und offen, weil sie sich dauernd überlegt: welche Hürden können wir abbauen, damit möglichst viele Menschen Zugang zu ihr bekommen.

Wenn wir einen Blick auf die Gemeinde werfen – was sind ihre Besonderheiten?

Heiner Lasi: Der sonntägliche Gottesdienst ist das Kernanliegen der Kirchengemeinde. Mit ihm erreichen wir eine gute Mischung der Generationen. Uns ist es ein Anliegen, dass im Gottesdienst alle Generationen sichtbar zusammenkommen.

Gerhard Pross: Eine weitere Besonderheit sind die vielen enggierten Mitarbeiter, die auch im Gottesdienst da sind – das Ergebnis einer langen und intensiven Mitarbeiterbegleitung.

Markus Till: Und diese Mitarbeiter sind wiederum in emanzipierte Teams strukturiert, denen man problemlos Aufgaben anvertrauen kann.

An welchen Innovationen arbeiten Sie momentan?

Markus Till: Die Zeiten ändern sich und so sind wir ständig dabei, z.B. die Kinderkirchenarbeit anzupassen. Die Umgestaltung auf ein Promiseland- und dann auf ein Neo-Promiselandkonzept bescherte der Kinderkirche einen Boom. Doch auch die Jugendlichen sollen profitieren. So sind wir dabei, eine Teenskirche aufzubauen. Ziel ist es, den Übergang von Kinderkirche in den Erwachsenengottesdienst zu gestalten und Jugendlichen eine gottesdienstliche Heimat zu geben.

Was ist Ihr Wunsch für die Zukunft?

Heiner Lasi: Eine starke Kirchengemeinde darf sich nie selbst genug sein, sondern muss nach außen wirken, hinein in die Ortsgemeinde, hinein in die Gesellschaft. Und es ist schön zu sehen, dass aus unserem Visionskonzept von 2009 „Gemeinde begegnet Gott“ eine Dynamik entsteht.